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John Woo’s Stranglehold Preview für PC, XBox360 und PS3

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Die Geschichte in „John Woo’s Stranglehold“ dreht sich hauptsächlich um die Dragon Claw, die mächtigste Triade Hongkongs. Diese wird von einer aufstrebenden neuen Gang bedroht, die das Traditionsgeschäft, das sich seit fast 30 Jahren in den Händen von James Wong befindet, übernehmen möchte. Wongs „Verbindungsmänner“ bei der Hongkonger Polizei bringen ihn dazu, bei der Suche nach seiner gekidnappten Tochter und Enkelin beim hart gesottenen Veteranen Inspektor Tequila, dessen Rolle ihr übernehmt, Hilfe zu suchen.

Tequila, der von vergangenen Geschehnissen, in denen Wong seine Hand im Spiel hatte, verfolgt wird, kämpft sich in sieben Kapiteln buchstäblich cineastisch von den Gassen Kowloons bis zu den vornehmen Wolkenkratzern von Chicago, bis er in das Kreuzfeuer um den lukrativen Heroinhandel Hongkongs gerät. Das Ganze wird wie in einem Film mit mehreren Zeitsprüngen und InGame-Zwischensequenzen präsentiert.

Erste Auffälligkeit beim Gameplay ist die so genannte „Tequila-Time“, die automatisch oder manuell aktiviert werden kann. Das Feature erinnert an die aus der „Max Payne“-Reihe bekannten „Bullet-Time“ und entpuppt sich als Zeitlupenfunktionen für präzise und vor allem stilvolle Schussgefechte.

Interessant ist auch die „Tequila-Bomb-Anzeige“, welche im Spielverlauf nach und nach aufgedeckt wird. Diese lässt sich mit stylischen Aktionen oder den so genannten Origami-Kranichen (diese sind auch für Tipps da) auffüllen und kann mittels der Tasten 1-4 für vier verschiedene Aktionen eingesetzt werden. Taste 1 kann eure Gesundheit neben Medi-Packs beispielsweise auch mitten im Gefecht auffrischen. Taste 2 kann für einen Präzisionsschuss verwendet werden, der beim Auslösen cineastisch in Szene gesetzt wird. Die Tasten 3 und 4 stehen für einen Drehschuss und das Trommelfeuer – beide Aktionen können euch gerade bei Gegnermassen oder stärkeren Zwischengegnern aushelfen.

Ebenfalls in diese Kategorie einzuordnen ist das so genannte Standoff-Minispiel, welches immer dann zum Einsatz kommt, wenn Tequila von Gegnern umzingelt ist. Hier müsst ihr mit den Tasten A und D den Schüssen der Kontrahenten weichen und in wenigen Augenblicken den jeweils anvisierten Gegner treffen.

Stil als Schlüssel zum Erfolg

Vorgegangen wird strikt linear. Habt ihr eine Aufgabe erfüllt bzw. alle Gegner getötet, so öffnet sich die nächste Tür oder ein folgendes Ereignis wird ausgelöst. Tequila kann dabei ein durchdachtes Waffenarsenal von Maschinenpistolen bis hin zu Raketenwerfern bedienen. Im späteren Spielverlauf erwarten euch teilweise so hohe Massen an Gegnern, dass es lästig wird – „Serious Sam“ lässt grüßen. Und von der KI brauchen wir gar nicht erst zu reden…

Sehr gelungen ist hingegen die Möglichkeit, mit nahezu allen Objekten im Spiel interagieren zu können. So könnt ihr einen Tisch umtreten, um die Platte als Deckung zu nutzen. Oder ihr huscht in „Tequila-Time“ darüber und erledigt auf dem „Weg“ ein paar Gegner. Generell geht es darum, möglichst anschauliche Action-Szenen zu liefern, um viele Stil-Serne zu erreichen, die euch Punkte liefern, welche ihr später in Videos, Making-Ofs, Skins und anderes Bonus-Material umtauschen könnt. Alle Objekte, die euch zu stilvollen Szenen verhelfen, sind beim näher kommen übrigens weißlich markiert.

john woo spiel

Des Weiteren könnt ihr die Interaktionen mit Objekten und Umgebung auch für andere Strategien nutzen. Teilweise müsst ihr sogar darauf zurückgreifen, um fortschreiten zu können: Im Penthouse-Kapitel müsst ihr beispielsweise die Lampen aus Distanz von der Decke schießen, sodass diese die Laserschranken zum Explodieren bringen, ohne das ihr Schaden nehmt. Beeindruckend wirkt bei alldem übrigens die Physik-Engine, welche ein sehr realistisches Gesamtbild erzeugt.

Direkt speichern könnt ihr übrigens nicht. Allerdings ist das Spiel mit vielen Kontrollpunkten bestückt, sodass ihr die Aufgaben je nach persönlichem Können in jedem der drei verfügbaren Schwierigkeitsgrade ohne größere Frustausbrüche meistern könnt.

Kosten und Mühen werden belohnt

Die Hölleninstallation von zwei DVDs, die insgesamt 13 GB Festplattenspeicher benötigen, lohnt sich. Nachdem das Intro viele Fragen aufwirft, werdet ihr schon mit den ersten Schritten in der Haut von Tequila die Spielwelt genießen. Gelungene Animationen sorgen gemeinsam mit superben Effekten (vor allem in der Tequila-Time), cineastischen InGame-Sequenzen und der nahezu vollständig zerstörbaren Umgebung für eine unverwechselbare Atmosphäre – die Unreal-Engine leistet volle Arbeit. Dabei erweisen sich die Schauplätze zudem als sehr unterschiedlich: Mal geht es an das Meer, mal in ein Ghetto-Viertel, mal in ein Penthouse oder in ein asiatisches Luxus-Restaurant. Hin und wieder müsst ihr jedoch mit kleineren Slowdowns rechnen, wenn es auf neue Spielabschnitte zugeht.

Zwiespältig haben wir die Vertonung von „Stranglehold“ wahrgenommen. Während sich Effekte und Soundtrack oscarreif präsentieren, erweist sich die deutsche Sprachausgabe gerade noch als solide. Es fehlt an Emotionen und Ausdruckskraft. Kleinere Fehler haben sich übrigens auch bei der Übersetzung der Untertitel eingeschlichen.
Gar nicht gut gefallen haben uns außerdem Abstürze, mit denen ihr gelegentlich rechnen müsst.

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